Was sind Blaue Löcher und wie entstehen sie?


Blaue Löcher sind große Meeresgrotten oder Dolinen, die sich meist in Kalkstein- oder anderen Karbonatgesteinsbetten bilden. Sie heben sich als dunkelblaue, wassergefüllte Löcher deutlich vom helleren Blau der umliegenden flachen Meere ab.
Ihre Entstehung ist das Ergebnis mehrerer natürlicher Prozesse:
Zunächst sickert leicht saures Regenwasser durch Risse im Kalkstein und löst das Gestein nach und nach auf, wodurch Hohlräume und Höhlen entstehen.
Mit der Zeit verliert die Höhlendecke durch die weitere Auflösung des Gesteins ihre Tragfähigkeit. Dies führt zu einem Einsturz, der eine Doline öffnet, die direkt an die Oberfläche reicht.
Während der Eiszeiten, als ein Großteil des Wassers in Gletschern gebunden war, lagen viele dieser Höhlen trocken oder enthielten Süßwasser. Als die Eisschmelze den Meeresspiegel ansteigen ließ, wurden diese Formationen mit Salzwasser geflutet.
Blaue Löcher liegen oft tief und weit voneinander entfernt in flachen Küsten- und Binnenmeeren. Ihre besonderen Umweltbedingungen können zu einer enormen Artenvielfalt führen.
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